Endlich kein Ziel in der Ferne, kein Fahrplan, keine Fahrkarte. Ich gehe einfach, jeden Tag ein paar Schritte! Aus dem einen Schritt folgt der nächste. Er erscheint erst dann, wenn der erste Schritt vollzogen ist. So gehe ich Schritt für Schritt, natürlich achtsam, auf dass ich Gottes Weg Schritt für Schritt nicht verliere. Nicht im Herzen, nicht im Geist!
Ich breche auf, endlich! Ich verliere die Fassung, die mir Halt gab, aber auch Begrenzung! Endlich tauche ‚Ich‘ auf, nicht definiert, nicht identifiziert, sondern mit jedem Schritt neuwerdend, einverstanden mit dem ‚Stirb und werde‘! Krisengeschüttelt gestorben, gefestigt in Erschütterung!
Ja, es lockt frohes Leben hervor, in jedem Schritt zu versinken – ohne Eile, ohne Vorsatz! Und dennoch oder gerade deswegen: Es entfaltet sich der Ernst, auch die Freude, das zu tun, was zu tun ist, im Auftrag Gottes. Niemals beliebig, und ganz entschieden – befreit von allen Möglichkeiten, überaus verbindlich!
Lass sie mich aufsuchen, Herr, die enge Pforte, die Leben verheißt! Ins Leben und nur ins Leben breche ich auf, nur dafür lass ich mich voller Vertrauen von Dir, Herr, aufbrechen.
Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden. Matthäus 7:13-14